Anna Karenina
Eine dramatische Darstellung
mit Menschen, Figuren und Objekten
frei nach Lew N. Tolstoi
für Jugendliche und Erwachsene


 
Regie:
Karl Huck
Spiel: Antje König
Figuren: Christian Werdin
Kostüme: Katharina Schimmel
Bühnenbau: Malte Kempf
Bühnenmalerei u. Plakat: Nastja Zukanova
Tonschnitt und -effekte: Kay Zeisberg
Organisation: Johann Karl König
Spieldauer: 80 Minuten
  
 

Die Souvenirverkäuferin Mascha arbeitet in einem kleinen Kiosk auf einem großen Bahnhof in Moskau. Hier verkauft sie Piroggen, Sonnenblumenkerne, Stockfisch, Getränke und was man sonst so für die Reise braucht. Ganz neu ist eine Kollektion von Souvenirpüppchen, die Romanfiguren von Lew Tolstoi darstellen, produziert von einer berühmten Wodkabrennerei, die den großen Dichter zu seinem 100. Todestag auf besondere Weise ehren wollte. Mascha beobachtet die Leute und kann vieles aus dem Leben der vorbeieilenden Reisenden erzählen. Ihre Hauptheldin ist Anna Karenina, deren Schicksal auf dem Bahnhof mit dem Kennenlernen Wronskis beginnt und nach einem langen Kampf um ihr persönliches Glück auch dort endet. Anna Karenina, glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt dem jungen Grafen Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verbirgt, nimmt ihren Lauf. Anna ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern, am Ende sogar ihr Leben.
 
Diese dramatische Geschichte spielt die Souvenirverkäuferin Mascha mit ihren Figur gewordenen Wodkaflaschen, um sich selbst beim Warten auf Kundschaft die Zeit zu vertreiben. Ihre besondere Vorliebe gilt der Gestalt des Ljewin, in dem sich Tolstoi selbst porträtiert hat. Er zweifelt an allen bisher von der Gesellschaft anerkannten Werten und kämpft für eine neue gerechtere Weltordnung. Obgleich Großgrundbesitzer, geht er gemeinsam mit seinen Bauern hinaus, um Gras zu mähen und Heu einzubringen, um so den kraftspendenden Zauber der Natur selbst zu erleben und nicht nur aus Büchern zu erfahren.